Projektbeschreibung

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Ausgangs­si­tua­tion

Die Digi­ta­li­sie­rung der Wirt­schaft und Gesell­schaft verän­dert nicht nur Wert­schöp­fungs-prozesse, sondern wird auch die bishe­ri­gen Produk­ti­ons- und Arbeits­wei­sen nach­hal­tig verän­dern. Zudem eröff­nen sich mit der Indus­trie 4.0 Möglich­kei­ten für neue Geschäfts­mo­delle. Mit dem stra­te­gi­schen Programm „Made in China 2025“ hat die chine­si­sche Regie­rung einen Maßnah­men­plan vorge­stellt, mit dem China gezielt Tech­no­lo­gien der Indus­trie 4.0 voran­trei­ben will. Für den Einsatz moder­ner Tech­no­lo­gien müssen die Fach­kräfte deshalb weiter­ge­bil­det werden. Jedoch mangelt es zum einen an fach­lich gut ausge­bil­de­ten Arbeits­kräf­ten und zum ande­ren an geeig­ne­ten Weiter­bil­dungs-dienst­leis­tun­gen für nicht-akade­mi­sche Fach­kräfte in China. Daher besteht ein großes Poten­zial für deut­sche Anbie­ter die exzel­lente deut­sche Weiter­bil­dung nach China zu expor­tie­ren.

Projekt­ziel

Das Verbund­pro­jekt KoLe­Arn zielt darauf ab, deut­sche Lern­dienst­leis­ter zu befä­hi­gen, kontext­sen­si­tive (Weiter-) Bildungs­maß­nah­men auf Basis über­trag­ba­rer Dienst­leis­tungs-system­ar­chi­tek­tu­ren, Konzepte und Werk­zeuge für die Schwer­punkt­re­gion China zu entwi­ckeln. Die kontext­sen­si­ti­ven Lern­dienst­leis­tun­gen sollen sich in erster Linie an nicht-akade­mi­sche Fach­kräfte in China rich­ten, die komple­xes Fach­wis­sen im Rahmen des Arbeits­pro­zes­ses der indus­tri­el­len Ferti­gung benö­ti­gen und sich als Ziel­gruppe oftmals durch hete­ro­ge­nes Vorwis­sen auszeich­nen. Durch die Einbe­zie­hung kontex­tu­el­ler Fakto­ren in den Lern­pro­zess, sowie die Inte­gra­tion des Lernens in den Arbeits­pro­zess soll das Quali­fi­zie­rungs­ni­veau nicht-akade­mi­scher Fach­kräfte verbes­sert werden sowie bereits bestehen­des Berufs­bil­dungs­per­so­nal quali­fi­ziert werden („Train-the-Trai­ner“). Insbe­son­dere sollen bei der Entwick­lung des KoLe­Arn Lern- und Quali­fi­zie­rungs­sys­tems inno­va­tive IT-Lösun­gen, die arbeits­pro­zess­in­te­griert, beispiels­weise durch mobile IT, und durch inno­va­tive Tech­no­lo­gien, wie Seman­ti­schen Model­len und Natu­ral Language Proces­sing, kontext­sen­si­tiv einge­setzt werden. Der Einsatz von intel­li­gen­ter IT soll zudem die Kosten der Weiter­bil­dung redu­zie­ren.

Aufbau Kolearn 1
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Umset­zungs­stra­te­gie

Das Projekt KoLe­Arn verfolgt auf Verbun­de­bene eine itera­tive, praxis­nahe und theo­rie-fundierte Umset­zungs­stra­te­gie. Auf Basis von größ­ten­teils praxis­ori­en­tier­ten Anfor­de­run­gen entwi­ckelt das Projekt in enger Abstim­mung der Projekt­be­tei­lig­ten kontext­sen­si­tive Lern­dienst­leis­tun­gen und zuge­hö­rige Dienst­leis­tungs­sys­teme. Durch die in mehre­ren Phasen itera­tive Pilo­tie­rung wird dieses Konzept mehr­fach im Feld erprobt und getes­tet, um im Projekt­kon­sor­tium die Praxis­ori­en­tie­rung im Ziel­land China sicher­zu­stel­len, als auch gleich­zei­tig evidenz­ba­sier­tes Gestal­tungs­wis­sen abzu­lei­ten.